Wer hat Angst vorm Zuhören?

Linke Identitätspolitik ist, wieder einmal, das Feindbild der Stunde. Der Vorwurf: Sie hintertreibe den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Doch die Kritik übersieht das Entscheidende. Von Paula-Irene Villa, Andrea Geier.

Identität und ihre Politisierung haben offenkundig ein Image­problem. Der Vorwurf, der allerorten laut wird: Identity politics spalte die Gesellschaft (so Christian Schüle), ja, sie höhle die demokratische Gesellschaft geradezu aus (Robert Pfaller). Für Harald Welzer ist sie gar eine Art Zensur des öffentlichen Diskurses, die hauptsächlich darauf abziele, jegliche Verletzung präventiv zu vermeiden. Andere beklagen, dass man mit dem Begriff «Identität» ohnehin nicht richtig arbeiten könne, er sei einfach «Bullshit».

Gefunden unter: https://www.republik.ch/2019/08/17/wer-hat-angst-vorm-zuhoeren

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